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Alex Roloff als Marathon Man - (02.10.2008)
In den zurückliegenden Monaten ist es aus motorsportlicher Sicht eine wenig ruhig um Alexander Roloff geworden. Aufgrund der beruflichen Karriere musste er seine Aktivitäten einschränken. Ganz ohne Sport ging’s allerdings nicht – am vergangenen Wochenende stand der Berlin-Marathon in seinem Terminkalender.

“Mein Herz aus sportlicher Sicht hängt natürlich immer noch am Motorsport. Ich halte mich vor allem über den Porsche Carrera Cup und die Langstreckenmeisterschaft - die Serien in denen ich zuletzt am Start war - auf dem Laufenden“, so Alexander Roloff, der sich in diesem Jahr ganz auf die berufliche Karriere konzentriert hat. „Nach dem Abschluss des Studiums bin ich in den Betrieb meines Vaters eingestiegen. Es war ein neues Kapitel in meinem beruflichen Werdegang, dem ich natürlich meine ganze Konzentration gewidmet habe. Für den Motorsport, der nach wie vor zu meinen großen Leidenschaften zählt, blieb einfach keine Zeit.“

Inzwischen hat sich der 28-Jährige im Familienbetrieb mit rund 80 Angestellten eingearbeitet. „Der Job ist zwar sehr zeitintensiv, macht aber trotz der großen Verantwortung eine Menge Spaß“, erzählt Alexander Roloff über die Arbeit im Lebensmittel Großhandelsunternehmen seines Vaters. Ganz ohne Sport kommt der Berliner dann allerdings doch nicht aus. Notgedrungen hat er seine Liebe zum Laufsport entdeckt. „Dass geht überall und lässt sich meistens auch immer irgendwie mit den vielen geschäftlichen Terminen vereinbaren“, so der ehemalige Carrera Cup Pilot.

Und wie schon im Motorsport, hat ihn auch in dieser Sportart mittlerweile der Ehrgeiz gepackt. Am vergangenen Wochenende feierte er sein Debüt beim Berlin-Marathon. Nach 4:01:32 Stunden kam Alexander Roloff ins Ziel, belegte am Ende Platz 15649 unter den rund 40.000 Teilnehmern. „Eigentlich wollte ich unter der 4-Stundenmarke bleiben, aber besonders die letzten beiden Kilometer waren ganz schön hart und dort habe ich dann wohl auch die entscheidende Zeit verloren. Insgesamt war es aber ein Mega-Erlebnis. Die Stimmung entlang der Strecke ist unbeschreiblich (über 1 Mio. Zuschauer)“, schildert er seine die Eindrücke vom Groß-Event in seiner Heimatstadt Berlin.

Die Lauferei bereitet dem Berliner zwar großes Vergnügen, mit dem Motorsport hat er deshalb allerdings noch immer nicht abgeschlossen. „Das Laufen ist quasi meine Ersatzdroge, aber wenn ich vor dem Fernseher sitze und mir die Rennen des Porsche Carrera Cup oder der Langstreckenmeisterschaft ansehe, dann zuckt sofort wieder der Gasfuß“, lacht Alexander Roloff. Und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass er insgeheim schon an seinem Comeback arbeitet. „Wenn mein Terminkalender es zulässt, hoffe ich, dass ich in der nächsten Saison wieder in einem Rennauto sitzen werden“, erzählt 27-Jährige und fügt mit einem Schmunzeln an. „Was die körperliche Fitness angeht, bin ich zurzeit jedenfalls durch mein Training für den Berlin Marathon in der Form meines Lebens und der Speed wäre sicher auch nach den ersten Runden wieder da.“

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